Reisetipps
Das haben sich die Leute im griechischen Ministerium für Tourismus auch nicht träumen lassen, wie komisch ihr Slogan
Griechenland — Ein echtes Erlebnisin den aktuell ausgestrahlten Fernsehspots rüberkommt, wenn man gerade vorher Nachrichten über die schweren landesweiten Krawalle gesehen hat, die der Tod eines Jugendlichen in Griechenland auslöste.
Momentan auch nicht besser: »Shooting in Greece« ist der Titel einer vom selben Ministerium angebotenen Broschüre, mit der Filmproduktionen angelockt werden sollen.
Ähnlich blöd klang seinerzeit der Refrain »Das ist die perfekte Welle« nachdem Weihnachten 2004 ein Tsunami im Indik eine viertel Million Tote forderte.
Im Naturschutzgebiet »Bruchhauser Feuchtwiesen« kann man auch prima laufen. Ich hab’s heute mal wieder getan und die Strecke bei MapMyWalk eingetragen. Im Vergleich zu meiner Hausstrecke um den Unterbacher See gibt es hier sogar ein paar Steigungen, blenden Sie unter der Karte einfach die Elevation ein. Vom höchsten Punkt hat man eine prima Aussicht Richtung Leverkusen.
Wer was auf sich hält, hat ja seine Hausstrecke zur Leibesertüchtigung. Aufmerksamen Lesern wird nicht entgangen sein, dass sich bei mir in dieser Hinsicht auch was getan hat. Ich weiß, es ist kaum zu glauben, aber schauen Sie hier oder hier. Ich lege allerdings Wert auf die Feststellung, dass ich nicht laufe sondern gehe, neudeutsch Power Walking.
Bei MapMyWalk kann man seine Strecke dokumentieren und empfehlen, dort können Sie meine Hausstrecke als Karte oder im Luftbild betrachten.
Normalerweise gehe ich da einmal herum, die 6000 m zur Zeit in etwa 49m30s. Ja und heute bin ich zum ersten Mal zwei Mal herum gelaufen, zuerst rechts und dann links herum. In 1h40m40s. Das hat mich 1,6 kg Schweiß gekostet.
Es waren ein paar mehr Leute unterwegs. Ich wurde zwei Mal von Joggern überholt und habe einmal selbst einen Geher überholt. Begegnet sind mir wieder reichlich Leute, die linksherum unterwegs waren.
Sehr merkwürdig. Entweder gelten Freitags andere Regeln, oder nach der Sonnenwende? Oder ist das immer so, wenn nur ganz wenig Leute da herum laufen?
Aber sonst war’s wieder schön. Schön leer. Schön still. Schön anzusehen. Aber noch schöner wär’s gewesen, wenn… (Insiderwitz, das müssen Sie nicht verstehen.)
Und weil wohl wegen des Werktags und des Nebels kaum Leute unterwegs waren, fiel mir auf, dass ich nur einmal von einem Jogger und einmal von einem Radler überholt wurde. Ein anderes Mal war jemand hinter mir, verschwand dann aber. Begegnet sind mir allerdings reichlich Leute, die im Uhrzeigersinn unterwegs waren.
Natürlich kann ich nicht ausschliessen, dass wir Linksdrehenden alle mit gleichem Geh-/Lauf-/Fahr-Tempo unterwegs waren. Aber wie wahrscheinlich ist dass? Eben.
Ich habe also den See in der falschen Richtung umrundet. Ist die Regel jedem bekannt? Schilder habe ich keine gesehen (na ja, Schilder sind da überreichlich, aber eben keine Einbahnstraßenschilder).
Hoffentlich habe ich mich nicht als ignoranter Dilettant zu erkennen gegeben. Nächstes mal gehe ich dann wohl besser rechtsrum.
Aber sonst war’s schön. Schön leer. Schön still. Schön anzusehen.
Zum heutigen runden Geburtstag Dolly Partons (*1946) fiel mir ein, dass ich am 4. September 1987 ihren damals noch recht neuen Vergnügungspark in Tennessee kurz gestreift habe. Auf der Suche nach der Great Smoky Mountain Fault kam ich mit A. und A. zunächst nach Gatlinburg. Dass war ja schon ein bizzarer Ort, aber es wurde noch toller. Und weil dies die einzige Reise war, auf der ich Tagebuch geführt habe, brauche ich nur noch abzutippen:
Etwas ab von der Straße ist der Ski-Ort Ober Gatlinburg (ja, heißt wirklich so), sieht aus als würde man dort mit einem Jodler begrüßt. Na ja, wir jedenfalls weiter nach Pigeon Forge, dessen Ortsteil Dollywood ja nun wirkllich der Hammer ist. Ein fest installierter Rummelplatz entlang der Straße. Auto-Scooter, Go-Cart-Bahnen, so ’ne Art Auto-Scooter im Wasser, Pools mit Riesen-Rutschbahnen, Wasser-Zirkus und so weiter. Plötzlich am Straßenrand ein Helikopter. Da müssen wir natürlich sofort erstmal rein und einen Rundflug über das Tal machen. Es war eine Bell 206, der Flug hat pro Nase 15$ gekostet und etwa 5-6 min. gedauert. Man konnte die ganzen Schwachsinnsanlagen prima von oben sehen. Jede Anlage hatte einen riesigen Parkplatz, braucht man auch: Die einzelnen Etablissements sind zum Laufen viel zu weit auseinander.
Inzwischen hat sich das wohl ziemlich weiterentwickelt, zu sehen auf www.dollywood.com. Und einen Hubschrauberflug kann man inzwischen mit Google Earth bequem vom Sofa aus erledigen.
Die Great Smokey Mountain Fault haben wir übrigens nicht mehr gefunden.






