Radio+TV
Eine gewisse Frau Heidenreich arbeitet in einer Literatursendung für das ZDF und äußert sich öffentlich unflätig über den Sender, der daraufhin die Zusammenarbeit beendet. Zwei für dieses Jahr noch vorgesehene Sendungen werden nicht mehr produziert.
Und nun fordern 14 Repräsentanten von noch mehr Verlagen (ein Hoch der Konzentration) in einem offenen Brief in der Süddeutschen Zeitung das ZDF auf die Entscheidung zu revidieren.
Unter Hinweis auf den kulturellen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Nein, mit dem bevorstehenden Weihnachtsgeschäft der Verlage hat das sicher gar nichts zu tun.
Wenn es noch eines Grundes für das Ende dieser Zusammenarbeit bedurft hätte, die Verleger haben ihn nun geliefert. Wurde bei ZDF und MDR eigentlich auch so dreist gegen Andrea Kiewels Rauswurf wegen Schleichwerbung protestiert?
Olympische Speile finden offenbar in den Büros der Welt statt. Wozu braucht man Peking? Guckst du hier:
- Brustschwimmen: Office Olympics
- Ping Pong oder Volleyball, wer weiß das schon so genau? Office Sports
- Bowling
- Hürdenlauf: Office Hurdles
- Rudern, Doppelvierer mit Steuermann:офисная жизнь - 2
- Erstaunlicher Aufwand um den Ball im Tor zu versenken: Офисная развлекуха
- Der Hammerhit ist jedoch das russische Tem im Synchronschwimmen. Sensationell: Офисные олимпийские игры
Gerade auf 3sat die Aufzeichnung der Premiere von Cole Porters »Kiss Me, Kate« aus der Komischen Oper Berlin gesehen.
Laut der Ankündigung von 3sat sollte das eine tolle Inszenierung mit aufgepeppter Musik, neu übersetzten Texten und tollen Darstellern sein.
Die neu arrangierte Musik war ganz flott. Leider hat 3sat nicht explizit verraten, wer das gemacht hat; nehmen wir mal an es war der Orchesterleiter Koen Schoots.
Die Namen der anderen Beteiligten haben sie zwar verraten, aber sie hier wiederzugeben verbietet mir meine Erziehung. Die Inszenierung war sehr frei (steht ihr zu) aber nichts Dolles, die meisten Darsteller wären bei DSDS spätestens nach dem Recall rausgeflogen. Von dem ganzen Kram hielt der Regisseur selbst wohl so wenig, dass er mit Kostümen aus der untersten Schublade der Abteilung »Sex sells« was zu retten versucht hat. Vergeblich.
Und die neue Übersetztung der Texte war nun wirklich bloß neu, kackte gegen die »originale« Übersetzung von Günter Neumann aber ziemlich ab. Es zeigte sich mal wieder, dass Kenntnisse einer Fremdsprache für einen Übersetzer nicht reichen, vor Allem muss er seine eigene Sprache beherrschen.
ging der Versuch eines gewissen Herrn Anders, bei seinem Vortrag »Wer liebt, hat keine Wahl« in der Sendung disco 75 mit Ilja Richter, die vorhin im 2DF theaterkanal wiederholt wurde, auch nur einen einzigen Ton zu treffen. Das war wirklich der absolute Haupverlierer. Licht aus, Sport an!
Könnte Herr Bohlen das bitte mal kommentieren. Vermutlich fällt Herr Anders allerdings in die Bohlensche Kategorie »Menschen, die keine Beurteilung verdient haben«. Von einer Chance für den Recall ganz zu schweigen.
Ab mit ihm in den Zug nach nirgendwo.
Streng öffentlich! (WDR 5, 26.08.2007, 20.05 Uhr)
Das Kloster Banz in Staffelstein bietet die Kulisse für die Songs an einem Sommerabend. Mit Reinhard Mey, Heinz Rudolf Kunze, Barbara Thalheim, Sebastian Krämer, Seer und Viva Voce.
Durch das Programm führt Bodo Wartke. Der hat mich schon früher bei einem Auftritt auf dieser Veranstaltung beeindruckt, unter anderem mit „Monika“ (schauen Sie mal bei YouTube). Klasse ist auch sein „PCdenzfall“.
Seine Moderation habe ich neulich im TV verpasst, schön dass der WDR den Abend nun im Radio sendet.
Mal wieder hat Thomas Hermans hat seine Experten ausgefragt und das Wort zum Sonntag die höchste Einschaltquote des Jahres gehabt (diesmal sogar vom Ort des Geschehens) und es beginnt das Finale des 52. Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne. Informationen zu den Teilnehmern gibt es bei der Eurovision.
Durch den letzjährigen Gewinn von Lordi (die das Spektakel gerade eröffnen und immer noch nicht besser geworden sind) findet es diesmal in der Hartwall Arena in Helsinki statt und wird, wie auch schon das Halbfinale am Donnerstag, von Jaana PELKONEN and Mikko LEPPILAMPI präsentiert.
Wollen wir mal sehen, ob ich zu jedem Teilnehmer was zu sagen habe. Die Teilnehmer des Halbfinals am vergangenen Donnerstag sind mit einem Sternchen* markiert und wurden hier schon vorgestern kommentiert. Mein Liebling war Guri Schanke aus Norwegen, aber wir waren leider nicht genug.
Hier eine Karte mit den Finateilnehmern:
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- Bosnien-Herzegowina
Marija Šestić: Rijeka bez imena
Da schweigt des Bloggers Höflichkeit. Das gerade von Frau ∑ kredenzte Eis ist mir erheblich angenehmer.
- Spanien
D’Nash: I Love You Mi Vida
Och wie niedlich: Eine Boygroup mit zwei Trommlern. Ganz in weiß, mit einem Blumenstrauß. Nee das war Roy Black. Das Stück hat Überlänge.
- Weißrussland *
Dimitry Koldun: Work Your Magic
Ich glaube im Vergleich zu vorgestern hat er ein paar mehr Knöpfe seines Hemds nicht zugekriegt.
- Irland
Dervish: They Can’t Stop The Spring
Die Dubliners entlassen ihre Kinder. Immerhin ist es traditionelle irische Musik, allerdings haben sie die Kostüme den Gepflogenheiten entsprechend schwarz gefärbt. Die Sängerin wirkt etwas unsicher.
- Finnland
Hanna Pakarinen: Leave Me Alone
Schade, die Nebelmaschine überdeckt die Stimme. Und eine Rocksängerin im Abendkleid (Farbe: weißte Bescheid) wirkt eigenartig.
Guck an: Der Guitarristen tragen eine Roger-Cicero-Solidaritäts-Hütc
hen. - Mazedonien *
Karolina Goceva: Mojot svet
Ich hab nichts gesagt. Das war Herr Urban, der anregte dass die Windmaschine die Tänzer hätte wegpusten sollen
- Slowenien *
Alenka Gotar: Cvet z juga
Die Opernsängerin aus der Addams-Familie.
- Ungarn *
Magdi Rúzsa: Unsubstantial Blues
Gefällt mir besser als im Halbfinale. Ist es ein Eurovisionslied?
- Litauen
4Fun: Love Or Leave
Sind zwar wieder alle in Schwarz aber das könnte mein Lied werden. Schönes Bühnenbild mit den Musikern als Schattenspiel.
Und wieder ein Trommler mit Roger-Cicero-Solidaritäts-Hütc
hen. - Griechenland
Sarbel: Yassou Maria
Textprobe: „Oh, oh!“
Das paßt.
- Georgien *
Sopho Khalvashi: Visionary Dream
- Schweden
The Ark: The Worrying Kind
Nee, oder? Die Amateurtheatergruppe gibt die Rocky-Horror-Show. Der Horror klappt schon gut.
Und nun macht der Hänfling sich auch noch nackig.
Immerhin trägt der Schlagzeuger ein Roger-Cicero-Solidaritäts-Hütc
hen. - Frankreich
Les Fatals Picards: L’amour à la française
Super, rosa-schwarze Fummel. Und eine Mischung aus Englisch und Französisch. Das wird die Academie française wohl nicht goutieren. Ich aber.
Wo gibt es diese Plüschtiere für um den Hals zu tragen?
- Lettland *
Bonaparti.lv: Questa notte
Der liebe Herr Gesangsverein mit „Willstu Rose kaufen?“
Wird wohl nicht gewinnen, aber irgendein Boxer könnte es als Einlaufmusik für seinen Abschiedskampf benutzen.
- Russland
Serebro: Song #1
Meine Güte, drei Mädels im Brittney-Spears-Gedächtnis-Out
fit (natürlich in Schwarz). Hit me with your rhythm stick. Hoffentlich sind das keinen Trickkleider. Gut, dieser Kelch ist an uns vorüber gegangen.
- Deutschland
Roger Cicero: Frauen regier’n die Welt
Toll, alle haben Roger-Cicero-Solidaritäts-Hütc
hen. Prima Auftritt. Echt jetzt mal. - Serbien *
Marija Šerifović: Molitva
Immer noch so traurig wie im Halbfinale.
- Ukraine
Verka Serduchka: Dancing Lasha Tumbai
Toll, eine Truppe weißer Zirkusclowns mit künstlichen Möpsen. Herrlich, ganz herrlich.
Dame Edna at her best, ’possums.
- Großbritannien
Scooch: Flying The Flag
Oh Leute, die Leuchtstreifen im Boden weisen den Weg zum Notausgang. Also, bitte, sofort ab auf die Notrutschen.
Vielleicht wird das ja wieder besser wenn Blair erstmal zurückgetreten ist.
- Rumänien
Todomondo: Liubi, Liubi, I Love You
Multilingial mit Guitarre als Hauptinstrument. Hat Ohrwurmpotential. Gefällt mir.
- Bulgarien *
Elitsa Todorova & Stoyan Yankulov: Water
Wie gesagt. Genau die Musik die man manchmal beim Warten an der Ampel aus dem Nachbarauto hört. Allerdings sind da die hohen Frequenzen schon ausgefiltert.
- Türkei *
Kenan Doğulu: Shake It Up Shekerim
Da schüttelt’s mich. Soll’s ja wohl auch, oder verstehe ich den Titel falsch?
- Armenien
Hayko: Anytime You Need
Au, Backe, das ganze Klopapier hängt in den Bäumen. Wohl zum trocknen vor der Zweitbenutzung.
Ach das Lied. Ist mir nicht aufgefallen.
- Moldau *
Natalia Barbu: Fight
Dieter B. würde wohl gesagt haben, dass sie sich nicht das passende Stück ausgesucht habe.
Ob da wohl der Typ hintersteckt, der damals für Gracia die Platten gemacht hat?
Ok, Nr. 9 kriegt meine Stimme. Warten wir’s ab.
0.05 Uhr: Serbien gewinnt. Mir fehlen die Worte.
Es ist wieder soweit: Im Halbfinale des 52. Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne in Helsinki werden 10 Teilnehmer für das Finale ermittelt. Na, da sind wir aber gespannt was da in Finnland so passiert.
- Bulgarien
Elitsa Todorova & Stoyan Yankulov: Water
Oh weh, die treffen schon in der zweiten Zeile den Ton nicht. Oder ist das Stück von Stockhausen? Na, wenigstens in der Landessprache.
- Israel
Teapacks: Push The Button
Eine Guitarre mit Camouflage-Muster. Pfui. Leute in ebensolchen Hosen. Bäh. Ein Lied in englisch, französisch und hebräisch. Und so ganz akzentfrei.
- Zypern
Evridiki: Comme ci, comme ça
Aha, eine Zypriotin mit Katja-Ebstein-Frisur auf französisch. Ob die wohl in Spanien als Mannequin arbeiten dürfte?
- Weißrussland
Dimitry Koldun: Work Your Magic
Heute im Stil eine James-Bond-Vorspanns mit garantiert ungefärbten Haaren und mit einem Zahn an der Halskette. Klettverschlüsse haben sie auch dabei und hangeln sich damit an der Wand hoch. Und die Musik? Unauffällig.
Herr Urban hat das mit Bond, James auch bemerkt. Cleveres Kerlchen.
- Island
Eiríkur Hauksson Valentine Lost
Na endlich mal ein richtiger Wikinger. Diesmal scheint schwarz eine bevorzugte Farbe für Klamotten zu sein. Ist ja mal was anderes. Der Schlagzeuger macht ja gediegene Bewegungen.
- Georgien
Sopho Khalvashi: Visionary Dream
Neu dabei, herzlich willkommen. Ach nee, noch so’n Hungerhaken. Und so eine Art Kosaken-Ballett. Na ja, das wird nächstes Jahr bestimmt noch besser.
- Montenegro
Stevan Faddy: Ajde kroči
Schicker Pyjama. Könnte aber mal zum Friseur gehen. Ach es geht hier um die Musik. Ja eben! Musik.
- Schweiz
DJ Bobo: Vampires Are Alive
Eine DJ-Bobo-Inszenierung mit 135 bpm. Und weil es eine Obergrenzen für die Anzahl Leute auf der Bühne gibt, wird der Rest mit Schaufensterpuppen vollgestellt. Natürlich in der Farbe der Saison: Schwarzes Leder.
Irgendwie passt der Text nicht auf die Melodie.
- Moldau
Natalia Barbu: Fight
Schön gegeigt in schwarzem Leder, im Hintergrund die Jugendgruppe von der rhythmischen Sportgymnastik. Aber singen kann die Dame.
- Niederlande
Edsilia Rombley: On Top Of The World
Hallo Nachbarn. Heute mal in Orange. Mit vier weißen Hupfdohlen.
Wo hab’ ich nur das Lied schon gehört? Ah ja, Herr Urban nennt es den heute ersten typischen Eurovisionssong.
- Albanien
Aida & Frederik Ndoci: Hear My Plea
Ein Duett in Schwarz und Gold, wenigstens kein Leder. Ach nee, doch kein Duett, die Frau steht nur herum. Und die Geigerin verwechselt den Bogen mit einem Florett.
- Dänemark
DQ: Drama Queen
Ein gelernter Friseur, sagt Herr Urban. Und das mit Frisur und so hat er drauf. In Schwarz. Oh, endlich das erste Trickkleid heute. Jetzt steht er in rot da. Flotte Nummer mit 138 bpm. Wow, noch ein Kleiderumbau, jetzt in glitzer-mauve.
- Kroatien
Dragonfly feat. Dado Topić: Vjerujem u ljubav
Endlich mal eine Band in Schwarz. Wirkt etwas unausgeschlafen, war wohl spät gestern. Die Guitarren sind blau, rot und weiß. Damit trifft man ja die Nationalfarben sehr vieler Länder. Raffiniert.
- Polen
The Jet Set: Time To Party
Schade, sie sind mit dem Anziehen nicht ganz fertig geworden. Die Tänzer im Unterhemd und die Hosenträger hängen noch über dem Gesäß. Und die Damen im Korsett. Da habe ich jetzt gar nichts von dem Lied mitgekriegt.
- Serbien
Marija Šerifović: Molitva
Na bitte, geht doch. Schwarze Anzüge für die Damen. Und für die Tänzerinnen noch ’ne rote Schärpe. Und alle gucken als seien ihnen sämtliche Leiden Jesum Christi ins Gesicht gemeißelt.
- Tschechische Republik
Kabát: Mála dáma
Noch ein Neuling: herzlich willkommen. Ein Stück wie der Siegertitel vom letzten Jahr. Allerdings nicht so exaltierte Kostüme sondern, Sie ahnen es, in Schwarz.
- Portugal
Sabrina: Dança comigo
Klassem mal was in weiß. Singen und Tanzen klappt doch auch ganz gut bei diesem flotten latin Song.
- Mazedonien
Karolina Goceva: Mojot svet
Schon vorbei? Hab’ gar nichts gemerkt.
- Norwegen
Guri Schanke: Ven a bailar conmigo
Dies Lied habe ich neulich schon mal gehört. Hat Ohrwurmpotential. Und ein doppelter Kleiderumbau ist auch dabei. Was will man mehr?
Und es singt und tanzt eine erwachsene Frau. Oh, sogar eine schöner Guitarrenlauf. Ich sach ja: Mein Favorit heute abend. Das ist der Rhythmus, bei dem jeder mit muss.
- Malta
Olivia Lewis: Vertigo
Nicht so schlecht aber bei Hitchcock war mehr Spannung drin. Und mach’ doch mal jemand die Hallentür zu. Da weht ja ein heftiger Wind.
- Andorra
Anonymous: Let’s Save The World
Wieso wollen die ihren Namen nicht verraten? Eine Schülerband im Konfirmationsanzug. Die Farbe, weiße Bescheid?
Textprobe: „One. Two. One. Two. Three. Four.“
- Ungarn
Magdi Rúzsa: Unsubstantial Blues
Ein Song mit Kla4, das hatten wir heute noch nicht. Und sie schreibt die Stücke selber.
Ganz nett, aber ich fürchte kein Grand-Prix-Titel.
- Estland
Gerli Padar: Partners In Crime
Schon wieder ein Bond/Bassey-Verschnitt. Dazu fällt mir nichts ein. Oder doch: Die ist ein Gesangs- und kein Schrei-Wettbewerb.
- Belgien
The Krazy Mess Groovers: Love Power
Nicht jede Kopfstimme bewirkt den Erfolg der Bee Gees. Und Leute, etwas echter dürften die Bläser schon aussehen.
Ein gruseliger Fritz-Brause-Abklatsch.
- Slowenien
Alenka Gotar: Cvet z juga
Guck an,eine Nichte der Addams-Family mit Opernausbildung. In Leder, dessen Farbe Sie schon ahnen.
Wenigstens sind die 128 bpm der Refrains zum Walken geeignet.
- Türkei
Kenan Doğulu: Shake It Up Shekerim
Na das haben wir doch auch schon mal irgendwo gehört. Immerhin hat er einen schönen roten Frack an.
- Österreich
Eric Papilaya: Get A Life - Get Alive
Ein Outfit in Silber und Rot von Vivian Westwood, das ist doch mal was. Und 128 bpm machen es zum Walkinghit.
- Lettland
Bonaparti.lv: Questa notte
Michel Heltau sing für Lettland? Ach nee, das ist der Männergesangsverein Lorelei-Concordia nach einer durchzechten Nacht. Irgendwie sehen die aus wie Brüder des Vollstreckers, der bei Donnerlippchen für Jürgen von der Lippe gearbeitet hat.
Und einer hat den Weißen Shawl von Hopi Heesters geerbt. Na dann gehen wir mal lieber ins Maxime.
Super Zwischenfilm. Kommt sicher demnächst als Reklame für Olivenöl.
Und nun wird abgestimmt. Da bleibt Zeit die Moderatoren zu nennen: Jaana Pelkonen und Mikko Leppilampi. An den vielen Doppelbuchstaben erkennen Sie die finnische Herkunft. Genug der Klischees ;-)
Arbeitet der Moderator nicht Sonntags immer im Friseursalon in der Lindenstraße?
23.30 Uhr: Und weiter ins Finale kommen (Hach ist das aufregend):
Weißrussland, Mazedonien, Slowenien, Ungarn, Georgien, Lettland, Serbien, Bulgarien, Türkei, Moldau.
Da scheinen mir die Warschauer-Pakt-Staaten doch irgendwie ein ziemliches Übergewicht zu haben.
23.39 Uhr: Für diese Bekanntgabe hätten Sie bei DSDS zwei Stunden mit 9 Werbeunterbrechungen gebraucht.
Das Adolf-Grimme-Institut veröffentlicht wöchentliche TV-Tipps, diesmal unter Anderen diesen:
Sonntag, 11. März 2007 23.00 Uhr, WDR, Zimmer frei
Bereits im Jahr 2000 wurden Christine Westermann, Götz Alsmann und Jörg Thadeusz für "Zimmer frei" mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Seither haben sich in der bis heute noch immer höchst unterhaltsamen Bewerbungs-Show um den freien Platz in einer Wohngemeinschaft unzählige prominente Künstler vorgestellt und dabei nicht selten eine Seite von sich offenbart, die dem TV-Publikum nicht oder noch nicht bekannt war. In der heutigen 400. Sendung absolviert der Schauspieler und Komiker Jochen Busse das amüsante Aufnahmeverfahren. {Adolf-Grimme-Institut, Hervorhebung von mir.}
Klar, Zimmer frei ist eine knorke Sendung. Die meisten Folgen habe ich wohl auch gesehen. Aber unzählige Gäste haben die nicht gehabt. Ungezählte vielleicht. Oder soll ich wirklich annehmen, die Adolf-Grimme-Leute können nicht bis 400 zählen? Im nächsten Satz gings doch plötzlich.
Na ja, wahrscheinlich wollen die damit hinten herum andeuten, dass nicht alle der Gäste prominent oder gar Künstler waren.
Gerade läuft inner Glotze »Popstars«. Diesmal müssen vier Mädels ein Lied präsentieren und eine fliegt am Ende raus. Damit alle gleiche Chancen haben, soll es je ein total unbekanntes Stück von völlig unbekannten »Songwritern« sein, ausgesucht von einer des Deutschen kaum mächtigen Expertin.
Als zweites wird ein Titel namens »Diamonds and Pearls« gesungen. Ich hab’ ja keine Ahnung, aber diesen Ohwurm hab’ ich schon mal gehört. Von einem total unbekannten Russen, Пётр Ильич Чайковский. Der ist unter »Musikexperten« wohl nicht so bekannt. Wenn das nicht verdammt nach Лебединое Озеро klingt…
Aber was weiß ich denn schon.
Heute wird in den USA gewählt. Es werden Probleme aller Art, auch aufgrund der neuen Wahlautomaten erwartet (»New Machines, Rules Could Cause Election Confusion«, zu hören beim National Public Radio).
Kaum hatten die Wahllokale geöffnet, gehen der Ärger mit den Wahlautomaten wieder los. Es wurden Wähler weggeschickt, weil die Automaten nicht funktionierten (siehe »Wahlcomputer machen Probleme«, Spiegel Online). Wie bitte? Wähler werden weggeschickt? So funktioniert die Demokratie in einem Land, das Wahlbeobachter nach z.B. Afrika schickt.
Falls es in den USA es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen kommt, kann man sicher wieder eine prima Schlammschlacht zu Erhöhung der Politikverdrossenheit erwarten.
Noch bis zum 28. November 2006 können Sie die Eingabe zur ersatzlosen Streichung des § 35 Bundeswahlgesetz (Stimmabgabe mit Wahlgeräten) an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages zeichnen.

