Radio+TV
Wir alle, die wir unsere Wäsche selber waschen, haben natürlich auch mindestens ein Wäschestück in dieser Farbe.
Aber nur die Mannschaft von 1Live tritt in dieser Farbe zum Benefizturnier Kicken für Kinder an, das die WDR Aktuelle Stunde zu Gunsten der Aktion Wünsch dir was an Fronleichnam in Hilden ausgerichtet hat.
Falls Sie es nicht zum Fußball geschafft haben: die nehmen auch on-line Spenden an.
Im Rahmenprogramm traten unter anderen Sarko de Funes mit seiner Crèmeschnitte aus der WDR2-Zugabe auf. Wenn Sie den nur aus dem Radio kennen, entgeht ihnen was. Weiß ich aber auch erst seit Donnerstag.
Und dann war da noch der Auftritt einer Gruppe namens Luxuslärm. Ich habe ja mal Gesteinsnamen gelernt, da werden auch die akzessorischen Bestandteile zuerst genannt.
Ein paar Gedankensplitter:
- Israel: Noa ( אחינועם ניני) ist und singt immer noch so schön wie Mitte der 1990er, als sie mich im Vorprogramm vergessen ließ, dass ich eigentlich für Al Di Meola, Jean Luc Ponty und Stanley Clarke gekommen war.
- Frankreich: Und wer, bitte, hat denn die Augen von Patricia Kaas geschminkt? Sehr weiträumig umfahren.
- Armenien: Hat was.
- Russland: Erinnert an Heintje.
- Azərbaycan: Wie heißt nocht gleich die Begleitcombo von Guildo Horn?
- Moldawien: Flott.
- Deutschland: Töfte Hose, Herr Christensen.
- Norwegen: Den Beitrag hören wir sicher bald in einer Werbung von Charme und Anmut.
- Ukraine: Meine Herren Tänzer: Geile Mützen.
- UK: Chapeau, Ms Ewen. Aber warum haben Sie sich eine Serviette ins Dekolleté gehängt?
- Spanien: Türkischer Komponist?
- War ich unaufmerksam oder war diesmal tatsächlich kein Trickkleid dabei?
- Liebe Teilnehmer: Olympisch war nur der Name der Austragungshalle. Deswegen hättet ihr doch nicht alle euer Bodenturner mitbringen müssen.
- Und vielen Dank an alle, die in ihrer Landessprache gesungen haben.
Natürlich haben Sie gemerkt, dass ich nicht zu allen Beiträgen was geschrieben habe. Eine Erklärung gibt es dafür, wie für so vieles, bei Robert Gernhardt:
Eines Tags geschah es Kant
Dass er keine Worte fand.
Ihm fiel überhaupt nichts ein,
Drum ließ er daß schreiben sein.
»Alex Swings, Oscar Sings« ist der Name der Interpreten des deutschen Beitrags zum Eurovision Song Contest 2009. Falls Ihnen dieser Name bekannt vorkommt, könnte es daran liegen, dass 2006 ein Album mit dem Namen »Ray Sings, Basie Swings« mit dem großartigen Gesang von Ray Charles und der großartigen Musik des Count Basie Orchestra erschien.
Wenn man krank ist hat man ja viel Zeit sich über den Mist im Fernsehen aufzuregen. Manchmal habe ich den Verdacht, die senden diese unerträglichen Talk- und Gerichtsshows nur, damit man es bald daheim nicht mehr aushält und schnell wieder arbeiten möchte.
Heute bin ich an Schau dich schlau bei RTL2 geraten. Dort soll »perfekt recherchiertes Hintergrundwissen« geboten werden.
Diesmal ging’s um Licht und Farben, unter Anderem um die Kosten diverser elektrisch betriebener Leuchtmittel. Dummerweise wurde elektrische Arbeit dort immer in W/h angegeben, z.B. der Gesamtverbrauch für Licht in Deutschland in einem nicht genannten Jahr in der Anmoderation:
Ich bin ziemlich sicher, dass alle Beteiligten das in der Schule richtig gelehrt bekamen. Und wenn ihr euch nicht mehr erinnert, schaut euch bei der perfekten Recherche mal schlau.
Ihre Abmoderation des frau-tv-Beitrags über Retusche in der Werbefotografie und besonders Ihr Selbstversuch zur Demonstration der Tricks im Fernsehen hatte Klasse. Das sollte Schule machen.
Hagen Rether gerade im Scheibenwischer. Großartig, auch wenn einem das Lachen im Halse stecken bleibt.
Stellen Sie sich vor, Amerika hätte nach dem 11. September nichts unternommen. Nichts.
[…]
Stellen Sie sich vor, Amerika wäre ein christliches Land. Man würde nicht an Rache denken, sondern an Vergebung. Stellen Sie sich vor, die Bergpredigt wäre ins Texanische übersetzt worden.
Dieser herrliche Gassenhauer von Friedrich Hollaender war ein Stück im gerade bei 3sat übertragenen Waldbühnen-Konzert von Max Raabe und dem Palast Orchester.
Wunderbar, genau das Richtige für den ersten Feiertag. Schauen Sie in IhrRohr.
Das haben sich die Leute im griechischen Ministerium für Tourismus auch nicht träumen lassen, wie komisch ihr Slogan
Griechenland — Ein echtes Erlebnisin den aktuell ausgestrahlten Fernsehspots rüberkommt, wenn man gerade vorher Nachrichten über die schweren landesweiten Krawalle gesehen hat, die der Tod eines Jugendlichen in Griechenland auslöste.
Momentan auch nicht besser: »Shooting in Greece« ist der Titel einer vom selben Ministerium angebotenen Broschüre, mit der Filmproduktionen angelockt werden sollen.
Ähnlich blöd klang seinerzeit der Refrain »Das ist die perfekte Welle« nachdem Weihnachten 2004 ein Tsunami im Indik eine viertel Million Tote forderte.
schreibt heute »Die Welt« im Zusammenhang mit der neuen Webheimstätte für Frau Heidenreichs hier kürzlich erwähnte Büchershow.
Müssen Vorstandsvorsitzende ihren Hut nehmen, suchen sie sich oft ein Örtchen, an dem sie weiterhin als oberste Herrscher wirken dürfen — auch wenn ihre Befehlsgewalt auf den Lesezirkel von Offenbach-Mitte oder auf ihre eigene Website beschränkt ist.
Leider konnte ich keine weiteren Informationen über dieses Syndrom finden. Plausibel ist es schon, solche Fälle kennt wohl jeder aus seinem Umfeld.
Zumindest setzt der Welt-Kommentar den Umzug der Büchershow in einen passenden Rahmen, anders als die allgemeine Beweihräucherung im Blogwald über das ach so unabhängige Dasein im Internet. Wie bitte? Werbefinanziert == unabhängig?
Es soll ja auch Angebote von anderen TV-Sendern für die Show gegeben haben. Ob QVC dabei war?




