Ausgehen
Das war das Schlusswort beim, ja was war das eigentlich? Ein wissenschaftlicher Vortrag? Oder Kleinkunst (so stand’s in der Ankündigung des Theater und Konzerthauses Solingen)? Eine Horror-Picture-Show ohne Rock und Gesang? Wir fragen und Mark Benecke antwortet?
Es ist auf jeden Fall beyond category. Infotainment vom Allerfeinsten. Der herrlich schrullige und im besten Sinne von seiner Sache besessene Mark Benecke (Heimstätte, Wikipedia, YouTube) offerierte ein rundes Dutzend Themen aus seinem kriminalbiologischen Alltag und ließ das Publikum zwei davon wählen. So lernten wir einiges über Fälle angeblich spontaner Selbstentzündung von Menschen und über Maden auf Leichen, die natürlich nicht so ganz natürlich zur Leiche wurden. Zwischendurch wurde abgeschwiffen, dass es eine Pracht war, und ohne dass der rote Faden verloren ging.
Drei Stunden spannende Unterhaltung. Und mir war das nicht genug. Wenn er das nächste Mal in die Gegend kommt will ich mehr davon.
»Philia«, der Griechisch-Deutsche Freundeskreis in Hilden, hatte für Samstag zum Vortrag ins Bürgerhaus geladen. Ali El-Asrouti referierte über »Die Olympischen Spiele: Kultfeste, Sport und Wettkämpfe im griechischen Altertum«.
Das war interessant und kurzweilig. Der einzge tatsächliche Unterschied zu den modernen Olympischen Spielen ist offenbar die Teilnahme von Frauen. Ansonsten hat sich die Menschheit seit dem nicht geändert. Na ja, und die gymnischen Sportarten machen ihrem Namen keine Ehre mehr, vermutlich amerikanischer Einfluss.
Leider waren nur wenige Teilnehmer da, allerdings langte so das anschließend gereichte Buffet mit griechischen Spezialitäten für alle.
Die Aktion Deutschland bewegt sich gastierte an diesem Wochenende in Langenfeld. Dort wurden allerlei Bewegungen vorgeführt und ganz gesunde Bratwürste mit Gummibrot angeboten.
Lustig auch der Gesichtsausdruck der Promoteuse, wenn man ein Gratisexemplar einer großen Sonntagszeitung ablehnt mit den Worten »Nein, damit möchte ich nicht gesehen werden«.
Ein besonderes Highlight waren die Auftritte der jungen und sehr jungen Mädchen der Dancing Sweethearts von Susannes Ballettschule. Auf klatschnassem Kunstrasen wurden in tollen Kostümen wunderbare Solo- und Gruppentänze zu gut ausgesuchter Musik aufgeführt. Die Mädels konnten was und waren mit offensichtlichem Spaß dabei, und das übertrug sich aufs Publikum. Toll.
Großartig, auch beim zweiten mal. Nach dem 25er Jubiläumsprogramm vor zwei Jahren sind Ars Vitalis nun mit dem Programm „Fernwehen“ unterwegs.
Drei Männer (Klaus Huber, Peter Wilmanns und Buddy Sacher) in einem Raum, dessen Atmosphäre an den Aufenthaltsraum in der Anstalt in „Einer flog über das Kuckucksnest“ erinnert, beschäftigen sich, jeder in seiner eigenen Welt versunken. Plötzlich agieren sie gemeinsam und machen großartige Musik quer durch Genres und Zeiten: Allerliebste Version von Terry Jacks „Seasons in the Sun“, Stings „Every Breath You Take“ oder Lennon/McCartneys „Blackbird“, aber auch herrliche Instrumentalstücke oder bizzare Rezitationen von Goethes Wanderers Nachtlied („Über allen Gipfeln ist Ruh“), das offenbar eine Runde durch sogenannte Übersetzungssoftware hinter sich hatte.
Beschreiben kann man es kaum, Sie können ja mal bei YouTube oder Google Video suchen, leider ist die Ausbeute nicht groß. Also besser selber angucken. Alleine die Mimik und Körpersprache der drei sind es wert.
In den letzten Wochen habe ich mir eine Musikliste fürs Walken zusammengestellt. Meist finde ich es angenehm, wenn mir so der Rhythmus vorgegeben wird (Wer hat da was von Marschmusik gesagt?)
Die Auswahl der Stücke erfolgte nach dem Tempo und nach der Verfügbarkeit in meiner CD-Kiste, ohne Berücksichtigung des Interpreten oder gar des Textes (meistens), und so kam die folgende Mixtur zusammen, die bei mir angenehmen Tempo für 10 km reicht:
7m00s à 124bpm: High Energy (Evelyn Thomas)3m59s à 125bpm: Gourmandises (Alizée)5m30s à 126bpm: Philadelphia Freedom (Elton John)4m31s à 126bpm: Y.M.C.A (Village People)6m40s à 128bpm: Pidder Lüng (Achim Reichel)3m42s à 128bpm: A Walk in the Park (Nick Stracker Band)4m26s à 130bpm: Bläck Fööss Bänd (Intro) (Bläck Fööss)3m58s à 130bpm: Ma Baker (Boney M.)4m30s à 130bpm: My Life (Billy Joel)2m59s à 130bpm: Uptown Girl (Westlife)4m12s à 130bpm: Walking in the Rain (Grace Jones)3m30s à 132bpm: Gold (Amanda Lear)3m45s à 132bpm: Run Baby Run (Amanda Lear)3m29s à 133bpm: Fever (Amanda Lear)3m54s à 133bpm: Follow Me (Amanda Lear)4m22s à 133bpm: I’ve Seen That Face Before (Grace Jones)6m50s à 128bpm: On the beach (Chris Rea)4m18s: Feelin’ Good (The Pussycat Dolls)
Es geht etwas langsamer los und wird dann schneller, bei »Walk in the Park« sogar innerhalb des Stücks. Das letzte Stück ist zum Auslaufen, bei dem kann man gar nicht im Takt gehen; ich jedenfalls nicht. Wenn man die 10-km-Marke noch bei vollem Tempo erreichen will, muss vor den letzten beiden Stücken noch etwas flotteres eingeschoben werden.
Endlich habe ich die Bilder vom Ausflug nach Köln aufbereitet. Auf dem Roncalli-Platz waren Ende April 1000 aus Müll gebaute Skulpturen von H. A. Schult aufgebaut. Natürlich blickt man auch mal auf den Dom und -wie man auf Bremisch sagt- »umzu«. Meine Bilder können Sie bei flickr sehen.
Besonders die von den Müllmenschen sollten Sie in voller Größe ansehen. Und passens up (wie man in Köln sagt): Auf einem der Bilder ist der Künstler selbst zu sehen. War mir vor Ort (wie man unter Tage sagt) garnicht aufgefallen.
Schade waren die vielen Regenschauer; wenn Sie Schönwetterbilder von den Skulpturen sehen wollen, schauen sie hier, was andere Flickristen (Flickraner?) aufgenommen haben.
Am 29. April 2006 war mal wieder der jährliche Football-Termin bei Rhein Fire in Düsseldorf. Immerhin schon zum zweiten Mal, da kann man ja schon von einer Tradition sprechen.
Nachdem es letztes Jahr beim Spiel gegen die Hamburg Sea Devils soEin paar Bilder des überdachten Stadionrundgangs hab ich geflickrt.
Vor dem Spiel gab es eine Vorführung von 500 Cheerleadern aus ganz Nordrhein-Westfalen, die sich zu einem Training in Düsseldorf aufhielten, sowie ein paar asiatische angehauchte Trommler und Kampfsportler. Alles natürlich mit den für Rhine Fire und die Pyromaniacs typischen Knallereien und Feuerwerkseffekten, deren Qualm uns immerhin die Temperaturschichtung im Stadion offenbarte:
Einen ausführlichen Bericht der Partie gegen Berlin Thunderwerde ich mir schenken, den gibt es bei Rhein Fire. Es war jedenfalls sehr spannend. 3 Sekunden vor Ende der Spielzeit stand es 24:24. Rhein Fire hatte sich allerdings ziemlich dicht an die gegnerische Base gekämpft, nahm eine Auszeit und hat buchstäblich in leztzter Sekunde das Spiel mit einem Field Goal zum 27:24 gewinnen können.
Aus meinem Bilderhaufen habe ich welche vom Spiel, dem Vor- und Halbzeitprogramm mit V:Ness (sic!) sowie einigen anderen Photographen ausgewählt und geflickrt. Ja doch, die Pyromaniacs sind auch dabei. Ich habe ein kleines Verzeichnis des Posenvokabulars zusammengestellt. (Die offizielle Webseite ist bei Rhein Fire untergbracht, aber versuchen Sie auch mal diese Suchmaschine).
Und fürs nächste Mal müssen wir unbedingt eine Kurpackung Oropax besorgen. Ohne gehen einem die Leute mit den Tröten und ganz besonders den Trillerpfeifen zur Unterstützung der Rhein-Fire-Defense doch ganz schön auf die Ohren. Es piept immer noch.
Men seem to be genetically attracted by whale tails. And I mean all kinds of whale tails. Check out the Urban Dictionary for definitions.
Today I saw a fine example of juvenile whale tail attraction in the Zoo of Duisburg, Germany:
When boys are getting a little older, their focus changes slightly, but doesn’t turn away from whale tails:
(Originally posted bykcm)
Of course, there is a variant for the rich kids:
(Originally posted byiboy_daniel)
Look here for a flock of rich kid attractors.
Boys of all ages, of course, like these whale tails:
(Originally posted bymalias)
They like it so much, that there are special web sites to accommodate the demand, for example whale-tail.com or (isn’t this a very clever title) the Eurovision Thong Contest.
As I said, this is genetics. It’s all related to the Y chromosome. After all, isn’t the Y the most genuine rendition of a whale tail?
basta singt a capella. Heute waren die Jungs aus Köln im Düsseldorfer Savoy-Theater.
Ganz wunderbar. Und was da alles dabei war, dagegen ist ein Überraschungsei monoton. Was zum Staunen, was Rührendes, was zum Schmunzeln, was zum Klatschen, was Lustiges, was zum Mitsingen (»Wir sind gegen die Benachteiligung von Mitmenschen mit Hautproblemen an ihrem Arbeitsplatz«), was zum Herz Erweichen, was Trauriges und was zum Tränen Lachen. In bastas Worten:
Das war so hammerlustig
Wir haben alle so gelacht
Das war echt super witzig
Da hätt man wahrscheinlich dabei sein müssen[…]
Das war so megaspannend
Das war so wahnsinnig aufregend
Das war so super toll gemacht
Das kann man eigentlich gar nicht erzählen (Anekdotenbehindert)
basta kommt erst live so richtig gut. basta hören ist sicher auch ganz schön, jedoch »Wild Thing« muss man einfach sehen, mindestens als Video.
Für scharfe Bilder war es zu finster und unser Platz zu weit hinten, aber bei basta-online gibt es reichlich Bilder, alle Texte und vieles mehr.
Gestern wurde im Düsseldorfer Savoy-Theater das im vergangenen Oktober ausgefallene Konzert der global.kryner nachgeholt. Zuerst aufgefallen war mir diese Gruppe beim Semifinale des letztjährigen Eurovision Song Contest, wo sie für Österreich rausflogen.
Mir haben sie so gut gefallen, dass sie mir als einzige Teilnehmer der Veranstaltung in Erinnerung geblieben sind. Nach CD und einer Radio-Liedernacht auf, natürlich, WDR 5 also gestern das Live-Konzert.
Das war ein Heidenspaß. global.kryner sind angetreten
a) den Oberkrainersound aus der Bierzeltseligkeit in ein seriöses World-Music-Genre zu übersetzen,
b) den Spielwitz dabei nicht zu verlieren und
c) zu beweisen, dass jedes Lied, jede Melodie aus Pop, Jazz und Klassik verkrainert werden kann (globalkryner.at)
Und das haben sie wahrlich getan. Man hätt’ sich nicht gewundert, wenn plötzlich Slavko Avsenik um’s Eck gekommen wäre. global.kryner sind
Der Gründer Dr. Christof Spörk an der Klarinette, Musikkabarettist und gelernter Politikwissenschaftler, der auch durch den Abend führte und mit Zahlen zur Verschuldung der Stadt Düsseldorf und ihrer demographischen Entwicklung ebenso zu überraschen wusste wie mit einer leidenschaftlich auf Spanisch gehaltenen Rede zur gesellschaftlichen Relevanz der kryner-Musik.
Der Trompeter Karl Rossmann, der bei den vielen mitreißenden lateinamerikanischen Stücken auch aufs wunderbarste die Kuhglocke schlug.
Der Guitarrist Edi Köhldorfer spielt in einer Klasse für sich, sensationell sein Spiel in der verkrainerten Fassung von Tito Puentes Oye Como Va, die sich hinter Carlos Santana nicht verstecken muss.
Der Bassposaunist Sebastian Fuchsberger, der sein Instrument nicht nur musikalisch vollkommen im Griff hat. Er hat während des ganzen Konzerts sein riesiges Instruement über die Bühne bewegt ohne jemanden zu verletzen. Obendrein jodelt er ganz wunderbar und sang eine sehr schöne Version von Franz Lehars Dein ist mein ganzes Herz, dabei begleitete ihn
Der Akkordeonist Anton Sauprügl, der nicht nur während des ganzen Konzerts die Rhythmusguppe gab, sondern auch herzweichend spielte. Egal ob Lehar, französischer Schmäh, Tango- oder Schunkelstil: Akkordeonspiel vom Feinsten.
Und die Sängerin Sabine Stieger, die den Abend mit Hey Jude eröffnete und Cole Porters Night and Day als Zugabe beschloss, ein Stück, das nochmal alle Musiker für ein schönes Solo nutzten; Karl Rossmanns gedämpft gespielte Trompete beeindruckte besonders.
Aber was schreib’ ich hier, hören Sie sich das selbst an. Nix wie hin. Und rechnen Sie damit, dass der Saal am Ende schunkelt und Ihre Hände vom Klatschen taub sind.







