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Mitbringsel von jotefas Reisen durch das Leben, die Welt und das Internet.

Dumm gelaufen

Von jotefa, Di, 2008-12-09 20:10

Das haben sich die Leute im griechischen Ministerium für Tourismus auch nicht träumen lassen, wie komisch ihr Slogan

Griechenland — Ein echtes Erlebnis
in den aktuell ausgestrahlten Fernsehspots rüberkommt, wenn man gerade vorher Nachrichten über die schweren landesweiten Krawalle gesehen hat, die der Tod eines Jugendlichen in Griechenland auslöste.

Momentan auch nicht besser: »Shooting in Greece« ist der Titel einer vom selben Ministerium angebotenen Broschüre, mit der Filmproduktionen angelockt werden sollen.

Ähnlich blöd klang seinerzeit der Refrain »Das ist die perfekte Welle« nachdem Weihnachten 2004 ein Tsunami im Indik eine viertel Million Tote forderte.

Der Tod ist nicht das Ende

Von jotefa, Mo, 2008-12-01 23:49

Das war das Schlusswort beim, ja was war das eigentlich? Ein wissenschaftlicher Vortrag? Oder Kleinkunst (so stand’s in der Ankündigung des Theater und Konzerthauses Solingen)? Eine Horror-Picture-Show ohne Rock und Gesang? Wir fragen und Mark Benecke antwortet?

Es ist auf jeden Fall beyond category. Infotainment vom Allerfeinsten. Der herrlich schrullige und im besten Sinne von seiner Sache besessene Mark Benecke (Heimstätte, Wikipedia, YouTube) offerierte ein rundes Dutzend Themen aus seinem kriminalbiologischen Alltag und ließ das Publikum zwei davon wählen. So lernten wir einiges über Fälle angeblich spontaner Selbstentzündung von Menschen und über Maden auf Leichen, die natürlich nicht so ganz natürlich zur Leiche wurden. Zwischendurch wurde abgeschwiffen, dass es eine Pracht war, und ohne dass der rote Faden verloren ging.

Drei Stunden spannende Unterhaltung. Und mir war das nicht genug. Wenn er das nächste Mal in die Gegend kommt will ich mehr davon.

Über das Oberste-Potentaten-Syndrom

Von jotefa, So, 2008-11-30 17:41

schreibt heute »Die Welt« im Zusammenhang mit der neuen Webheimstätte für Frau Heidenreichs hier kürzlich erwähnte Büchershow.

Müssen Vorstandsvorsitzende ihren Hut nehmen, suchen sie sich oft ein Örtchen, an dem sie weiterhin als oberste Herrscher wirken dürfen — auch wenn ihre Befehlsgewalt auf den Lesezirkel von Offenbach-Mitte oder auf ihre eigene Website beschränkt ist.

Leider konnte ich keine weiteren Informationen über dieses Syndrom finden. Plausibel ist es schon, solche Fälle kennt wohl jeder aus seinem Umfeld.

Zumindest setzt der Welt-Kommentar den Umzug der Büchershow in einen passenden Rahmen, anders als die allgemeine Beweihräucherung im Blogwald über das ach so unabhängige Dasein im Internet. Wie bitte? Werbefinanziert == unabhängig?

Es soll ja auch Angebote von anderen TV-Sendern für die Show gegeben haben. Ob QVC dabei war?

Es reicht

Von jotefa, Do, 2008-11-27 21:51

Es ist ja schon bescheuert genug, dass ich seit dem Umzug meines Brötchengebers nun auf den 13,5 km zur Arbeit 34 mal, zumeist an Ampeln, die Vorfahrt achten muss. Aber dass nun auch entlang eines Großteils der Strecke Plakate für Howard Carpendale herum stehen geht zu weit. Echt jetzt mal. Hatte der nicht versprochen nicht mehr aufzutreten?

So ein Tag…

Von jotefa, So, 2008-11-16 13:05

Natürlich habe ich nicht vergessen was heute für ein Tag ist. Aber da meine Meinung ja eh’ nicht erwünscht ist, halte ich es mal besser mit Erich Kästner:

Lernt, dass man still sein soll,
wenn man im Herzen Groll hat.
Man nimmt den Mund nicht voll,
wenn man die Schnauze voll hat.

Zur allgemeinen Erheiterung hier die Übersetzung ins Englische von Google:

Learns that breastfeeding should be
if you have resentment in the heart.
It is not his mouth full,
if the nose has fully.

Die Englisch-Abteilung bei Google sollte das besser nicht erheitern. Zurück ans Reißbrett. Die Französisch-Abteilung kann’s immerhin besser:

Apprend que l'on doit être silencieux,
si l'on a dans le coeur de ressentiment.
On prend pas la bouche pleine,
si on a plein le museau.

Griechisch-Deutsche Freundschaft

Von jotefa, So, 2008-11-16 01:29

»Philia«, der Griechisch-Deutsche Freundeskreis in Hilden, hatte für Samstag zum Vortrag ins Bürgerhaus geladen. Ali El-Asrouti referierte über »Die Olympischen Spiele: Kultfeste, Sport und Wettkämpfe im griechischen Altertum«.

Das war interessant und kurzweilig. Der einzge tatsächliche Unterschied zu den modernen Olympischen Spielen ist offenbar die Teilnahme von Frauen. Ansonsten hat sich die Menschheit seit dem nicht geändert. Na ja, und die gymnischen Sportarten machen ihrem Namen keine Ehre mehr, vermutlich amerikanischer Einfluss.

Leider waren nur wenige Teilnehmer da, allerdings langte so das anschließend gereichte Buffet mit griechischen Spezialitäten für alle.

Kackfrech

Von jotefa, Sa, 2008-10-25 09:47

Eine gewisse Frau Heidenreich arbeitet in einer Literatursendung für das ZDF und äußert sich öffentlich unflätig über den Sender, der daraufhin die Zusammenarbeit beendet. Zwei für dieses Jahr noch vorgesehene Sendungen werden nicht mehr produziert.

Und nun fordern 14 Repräsentanten von noch mehr Verlagen (ein Hoch der Konzentration) in einem offenen Brief in der Süddeutschen Zeitung das ZDF auf die Entscheidung zu revidieren.

Unter Hinweis auf den kulturellen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Nein, mit dem bevorstehenden Weihnachtsgeschäft der Verlage hat das sicher gar nichts zu tun.

Wenn es noch eines Grundes für das Ende dieser Zusammenarbeit bedurft hätte, die Verleger haben ihn nun geliefert. Wurde bei ZDF und MDR eigentlich auch so dreist gegen Andrea Kiewels Rauswurf wegen Schleichwerbung protestiert?

Olympische Spiele

Von jotefa, So, 2008-08-17 19:12

Olympische Speile finden offenbar in den Büros der Welt statt. Wozu braucht man Peking? Guckst du hier:

Dancing Sweethearts

Von jotefa, So, 2008-08-10 21:14

Die Aktion Deutschland bewegt sich gastierte an diesem Wochenende in Langenfeld. Dort wurden allerlei Bewegungen vorgeführt und ganz gesunde Bratwürste mit Gummibrot angeboten.

Lustig auch der Gesichtsausdruck der Promoteuse, wenn man ein Gratisexemplar einer großen Sonntagszeitung ablehnt mit den Worten »Nein, damit möchte ich nicht gesehen werden«.

Ein besonderes Highlight waren die Auftritte der jungen und sehr jungen Mädchen der Dancing Sweethearts von Susannes Ballettschule. Auf klatschnassem Kunstrasen wurden in tollen Kostümen wunderbare Solo- und Gruppentänze zu gut ausgesuchter Musik aufgeführt. Die Mädels konnten was und waren mit offensichtlichem Spaß dabei, und das übertrug sich aufs Publikum. Toll.

Dancing Sweethearts: Thriller
Die Dancing Sweethearts tanzen zu Michael Jacksons »Thriller«.

Dancing Sweethearts: Neanderthal
Die Dancing Sweethearts tanzen zu »Neanderthal« von Erste Allgemeine Verunsicherung. Dafür wurden bei deutschen und europäischen Tanzwettbewerben schon Preise eingeheimst. Mit Recht.

Wie bitte?

Von jotefa, So, 2008-08-10 09:43

Da freut man sich, dass die Geowissenschaftler es anscheinend endlich schaffen Kartenmaterial unter http://portal.onegeology.orgins Internet zu stellen, und dass das auf dem Internationalen Geologenkongress in Oslo mit Getöse gefeiert wird, und dann kommt das:

This application is optimized for IE6, IE7, Flock 1.2 and Firefox 2.

Mit welchem Klammerbeutel sind die denn gepudert? Ich soll entweder einen unsicheren Browser benutzen, der zum Glück auf meinem Betriebssystem nicht läuft oder einen Browser, der nur noch antiquarisch zu bekommen ist? Soll das den Charakter der Geologie als historische Wissenschaft unterstreichen?

By the way »optimized for« to me sounds like »works best with« but not like »we don't give a sh*t for others«.

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