Küss mich, Kätchen
Gerade auf 3sat die Aufzeichnung der Premiere von Cole Porters »Kiss Me, Kate« aus der Komischen Oper Berlin gesehen.
Laut der Ankündigung von 3sat sollte das eine tolle Inszenierung mit aufgepeppter Musik, neu übersetzten Texten und tollen Darstellern sein.
Die neu arrangierte Musik war ganz flott. Leider hat 3sat nicht explizit verraten, wer das gemacht hat; nehmen wir mal an es war der Orchesterleiter Koen Schoots.
Die Namen der anderen Beteiligten haben sie zwar verraten, aber sie hier wiederzugeben verbietet mir meine Erziehung. Die Inszenierung war sehr frei (steht ihr zu) aber nichts Dolles, die meisten Darsteller wären bei DSDS spätestens nach dem Recall rausgeflogen. Von dem ganzen Kram hielt der Regisseur selbst wohl so wenig, dass er mit Kostümen aus der untersten Schublade der Abteilung »Sex sells« was zu retten versucht hat. Vergeblich.
Und die neue Übersetztung der Texte war nun wirklich bloß neu, kackte gegen die »originale« Übersetzung von Günter Neumann aber ziemlich ab. Es zeigte sich mal wieder, dass Kenntnisse einer Fremdsprache für einen Übersetzer nicht reichen, vor Allem muss er seine eigene Sprache beherrschen.

