Konzert: global.kryner

Von jotefa, Fr, 2006-03-17 23:13

Gestern wurde im Düsseldorfer Savoy-Theater das im vergangenen Oktober ausgefallene Konzert der global.kryner nachgeholt. Zuerst aufgefallen war mir diese Gruppe beim Semifinale des letztjährigen Eurovision Song Contest, wo sie für Österreich rausflogen.

Mir haben sie so gut gefallen, dass sie mir als einzige Teilnehmer der Veranstaltung in Erinnerung geblieben sind. Nach CD und einer Radio-Liedernacht auf, natürlich, WDR 5 also gestern das Live-Konzert.

Das war ein Heidenspaß. global.kryner sind angetreten

a) den Oberkrainersound aus der Bierzeltseligkeit in ein seriöses World-Music-Genre zu übersetzen,

b) den Spielwitz dabei nicht zu verlieren und

c) zu beweisen, dass jedes Lied, jede Melodie aus Pop, Jazz und Klassik verkrainert werden kann (globalkryner.at)

Krynology
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Und das haben sie wahrlich getan. Man hätt’ sich nicht gewundert, wenn plötzlich Slavko Avsenik um’s Eck gekommen wäre. global.kryner sind

Der Gründer Dr. Christof Spörk an der Klarinette, Musikkabarettist und gelernter Politikwissenschaftler, der auch durch den Abend führte und mit Zahlen zur Verschuldung der Stadt Düsseldorf und ihrer demographischen Entwicklung ebenso zu überraschen wusste wie mit einer leidenschaftlich auf Spanisch gehaltenen Rede zur gesellschaftlichen Relevanz der kryner-Musik.

Der Trompeter Karl Rossmann, der bei den vielen mitreißenden lateinamerikanischen Stücken auch aufs wunderbarste die Kuhglocke schlug.

Der Guitarrist Edi Köhldorfer spielt in einer Klasse für sich, sensationell sein Spiel in der verkrainerten Fassung von Tito Puentes Oye Como Va, die sich hinter Carlos Santana nicht verstecken muss.

Der Bassposaunist Sebastian Fuchsberger, der sein Instrument nicht nur musikalisch vollkommen im Griff hat. Er hat während des ganzen Konzerts sein riesiges Instruement über die Bühne bewegt ohne jemanden zu verletzen. Obendrein jodelt er ganz wunderbar und sang eine sehr schöne Version von Franz Lehars Dein ist mein ganzes Herz, dabei begleitete ihn

Der Akkordeonist Anton Sauprügl, der nicht nur während des ganzen Konzerts die Rhythmusguppe gab, sondern auch herzweichend spielte. Egal ob Lehar, französischer Schmäh, Tango- oder Schunkelstil: Akkordeonspiel vom Feinsten.

Und die Sängerin Sabine Stieger, die den Abend mit Hey Jude eröffnete und Cole Porters Night and Day als Zugabe beschloss, ein Stück, das nochmal alle Musiker für ein schönes Solo nutzten; Karl Rossmanns gedämpft gespielte Trompete beeindruckte besonders.

Aber was schreib’ ich hier, hören Sie sich das selbst an. Nix wie hin. Und rechnen Sie damit, dass der Saal am Ende schunkelt und Ihre Hände vom Klatschen taub sind.

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Schöne Photos :-)

#17 Am Fr, 2006-03-17 23:37 kommentierte ViSta:

Nächstes Mal nehme ich meine Photokamera auch mit. Ich habe nur noch dieses unscharfe Bild vom Photohandy :-(
http://vistam.blogspot.com

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